Schulanfang

Für die Kinder, die als Lernanfänger unsere Schule besuchen werden, beginnt ein neuer Lebensabschnitt, der – trotz guter und intensiver Zusammenarbeit mit den umliegenden Kindertagesstätten – eine Menge Neues mit sich bringt.

Die neuen Kinder brauchen Zeit und Zuwendung, um sich an ihren neuen Lebens- und Erfahrungsraum zu gewöhnen und sich in ihm zurechtzufinden. Jedes Kind soll sich angenommen fühlen. Neben den Klassen- und Fachlehrern gibt es deshalb ein sog. Patensystem, bei dem die Kinder der Klasse vier die Funktion eines „Paten“ übernehmen und den neuen Kindern die Eingliederung in die Schule und den Schulalltag erleichtern sollen. Sie holen die Schüler in den Pausen vor ihrem Klassenraum ab, spielen mit ihnen, zeigen ihnen die Toiletten, Spielgeräte und führen sie in die Regeln der Pausengestaltung ein. Nebenbei treffen sich die Kinder mit ihren Paten bei gemeinsamen Frühstücken, Ausflügen und beim Vorlesen.

Bevor die Kinder jedoch gemeinsam Pausen und Unterrichtszeiten miteinander verbringen können, haben Lernanfänger und ihre Eltern schon vielfältige Erfahrungen mit der Schule gemacht:

  • Die Eltern besuchen den Informationsabend für Eltern von Vier-jährigen.
  • Die Eltern besuchen und gestalten die Infoabende in den Kindertagesstätten gemeinsam mit Vertretern der Schule.
  • Sie melden sich im November in der Grundschule an. Kinder und Eltern werden befragt und mit den Kindern wird ein Anmeldespiel durchgeführt. Seit Herbst 2005 erhalten die Eltern erstmals ein Infoheft mit wichtigen Hinweisen unsere Schule und das Schulleben betreffend.
  • Seit Oktober 2008 bieten wir einen "Schnupper-Vormittag" für interessierte Eltern und Kinder an. Bei dieser Gelegenheit können sie die Schule kennen lernen, im Unterricht hospitieren und die Betreuung besichtigen. Die Schulkinder gestalten für die Gäste ein kleines Programm. Lehrer, Schulleitung und Mitglieder des Fördervereins stehen für Gespräche zur Verfügung.
  • Es folgen das Diagnosespiel im Januar und die anschließenden Einschulungskonferenzen mit den Eltern und Vertretern aus Kita und Grundschule. So wird den Eltern die Möglichkeit gegeben, ihre Kinder zu fördern und ihnen den Schulanfang zu erleichtern.
  • Die zukünftigen Lernanfänger erhalten zwischen Ostern und Sommer Gelegenheit die Schule zu besuchen. Sie nehmen am Unterricht der 1. Klassen teilnehmen und verbringen miteinander die Pause.
  • Die Schulanfängerkinder erhalten von der Schule ein sogenanntes Übergangsbuch, in dem sie zunächst in der Kita, später in der GS in den ersten Schulwochen weiterarbeiten.
  • Vor den Sommerferien haben die Eltern die Möglichkeit einen Infoabend zu besuchen. Hier können noch offene Fragen der Eltern geklärt werden.
  • 6 – 8 Wochen vor Schulbeginn erhalten die Kinder einen Brief der Lehrerin in dem sie sich ihnen vorstellt. Dieser Brief enthält zudem eine Anschaffungsliste für Arbeitsmaterialien und den Ablauf des ersten Schultages.

Nach den Sommerferien beginnt der Alltag der Lernanfänger mit dem Einschulungstag, der mit einem Gottesdienst beginnt. Anschließend gestalten die Kinder der Klassen 2 bis 4 auf dem Schulhof eine kleine Feier für die neuen Schüler. Auch einige Kinder aus der städtischen Kindertagesstätte bereichern das Programm mit Liedern. Danach gehen die Lernanfänger erstmals in ihre Klassen und erleben eine Stunde Unterricht mit ihren neuen Lehrerinnen. Den Eltern und ihren Gästen werden in der Zwischenzeit durch Mitglieder des Fördervereins Kaffee und Waffeln gereicht.
Durch einen gleitenden Schulanfang soll eine Fortführung der Kindergartenarbeit gewährleistet werden. Die Lernanfänger finden im Unterricht offene Lern- und Handlungsangebote, die ein Anknüpfen an Vertrautes ermöglichen.

Viele Rituale (Morgenkreis, Vorlesen, gemeinsames Singen und Spielen...) werden mit Neuem, z.B. dem zielbewussten Lernen und dem Einhalten von zeitlichen Strukturen, verknüpft.

Um den Übergang Kita / Grundschule noch optimaler zu gestalten, nahmen wir, sowie einige nahegelegene Kitas seit dem Frühjahr 2010 an einem Forschungsprojekt teil. Dieser fand in Kooperation mit der Uni Dortmund statt und wurde von der Robert Bosch Stiftung gefördert (vgl. Konzept Schullabor).
Beobachtung, das Führen von Lerntagebüchern und Beobachtungsbögen, der Einsatz von Diagnosematerial ermöglicht es den Lehrern die individuellen Entwicklungsstände der Kinder zu ermitteln und sie dann in speziellen Förderkursen und im differenzierten Unterricht so zu fördern, dass die Lernfreude und der Leistungswille erhalten bleiben.
Seit Beeindung der Kooperation arbeiten wir im „Netzwerk Emst“, zu dem auch das Jugendzentrum und der heilpädagogische Kindergarten gehören.


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