Sponsorenlauf 2017

Runde für Runde für andere Kinder
Emster Grundschüler erlaufen beim Sponsorenlauf des Fördervereins 3.400 Euro für den Kinder-Mittagstisch „Suppenkasper“ bei Hagener Kinderschutzbund
Von Andrea Breddermann

Zusammen mit ihrer Schulleiterin Kirsten Scharmacher und der Vorsitzenden des Fördervereins Anja Rabe freuen sich Ben, Julia, Marie, Romy und Sophie den Spenden-Scheck von 3.400 Euro der Geschäftsführerin des Hagener Kinderschutzbundes, Manuela Pischkale-Arnold (rechts), übergeben zu dürfen. Foto. Andrea Breddermann

Hagen. Sie strahlen. Von der einen Wange zur anderen. Die fünf Schüler der Grundschule Emst haben auch allen Grund dazu. In ihren Händen halten sie einen riesigen Scheck – was sich nicht allein auf die überdimensionale Größe des Bankformulars bezieht. Vielmehr ist die dort verzeichnete Summe eine durchaus riesige: Drei-vier-null-null steht dort. „3.400 Euro, das ist ganz schön viel Geld“, meint auch Manuela Pischkale-Arnold, Geschäftsführerin des Hagener Kinderschutzbundes, anerkennend. Sie freut sich, wie soll es auch anders sein, riesig über die Spende des Fördervereins der Emster Grundschule für den Hagener Ortsverband.

Romy, Marie, Sophie, Ben und Julia sind nur fünf der rund 240 Emster Grundschüler, die beim diesjährigen Sponsorenlauf des Fördervereins ihrer Schule alles gegeben haben. Runde für Runde liefen sie im Emster Park für ihr gemeinsames Ziel: viel Geld sammeln für Kinder ihrer Stadt, denen es nicht so gut geht. „Wir haben uns alle selbst Sponsoren gesucht. Und die haben dann für jede Runde, die wir geschafft haben, Geld gespendet“, erklären sie stolz der Geschäftsführerin des Kinderschutzbundes.

Manuela Pischkale-Arnold ist beeindruckt von so viel Engagement von Kindern für Kinder. Sie weiß nur zu gut, dass es auch Kinder in Hagen gibt, denen es an ganz unterschiedlichen Sachen fehlt. „Wir leben manchmal in unserer heilen Welt und vergessen das“, erklärt sie den Schülern aus der 4. Klasse. Umso mehr schätzt sie das Interesse der jungen Schüler.

Im Vergleich der westlichen Bundesländer habe Nordrhein-Westfalen eine der höchsten Armutsraten, verweist Pischkale-Arnold weiter auf den aktuellen Armutsbericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. „Das betrifft auch Kinder hier in Hagen“, verdeutlicht sie den Emster Schülern. Dann gebe es zu wenig Geld in den Familien, etwa für Kleidung oder Ferienfreizeiten, für Spielzeug oder warme Mahlzeiten.

Für Romy, Marie, Sophie, Ben und Julia ist das sehr theoretisch. „Wofür aber genau genau wird unsere Spende eingesetzt?“, wollen die 9-Jährigen ganz praktisch wissen. Manuela Pischkale-Arnold muss nicht lange überlegen. „Dort, wo es momentan am Wichtigsten ist: für unseren Suppenkasper. Das ist ein kostenloser Mittagstisch für bedürftige Kinder“, erläutert sie. Jeden Tag kommen 30 bis 40 Kinder zur Mittagszeit ins Mehrgenerationenhaus in die Potthofstraße. Für sie kocht ein Team ehrenamtlich ein gesundes Mittagessen. Die dort verwendeten Lebensmittel aber muss der Kinderschutzbund einkaufen und bezahlen. „Deshalb möchten wir dafür die 3.400 Euro von eurem Sponsorenlauf einsetzen. Seid ihr damit einverstanden“, fragt Manuela Pischkale-Arnold gespannt die Emster Schüler. Diesmal sind sie es, die nicht lange überlegen müssen. „Ja, das sind wir“, stimmen die fünf nach so vielen neuen Eindrücken und Informationen zufrieden zu.

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